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Werner Zesiger wurde 1902 in Nidau geboren und verstarb 1958 als Arzt in Roggwil. Bereits in seiner Studienzeit sammelte er Bücher, später besuchte er auf seinen Reisen regelmässig Buchantiquariate und stand mit Buchhändlern und Antiquaren in regem Kontakt. Aus einem tiefen, humanistisch geprägten Interesse heraus baute er seine Sammlung auf; Schwerpunkte setzte er in den Naturwissenschaften, der Geschichte und der Topographie, den zeitlichen Rahmen steckte er vom 9. bis in 20. Jahrhundert. Viele Werke sind in zeitgenössische Einbände gebunden, und es finden sich zahlreiche, in allen bekannten Techniken illustrierte Ausgaben.
Die kostbaren und seltenen Bücher stellte er in die sog. "Sammlung", die er von der "Bibliothek" unterschied.
Nach seinem Tode übergab Frau Emmy Zesiger 1959 die gesamte Büchersammlung von Dr. Werner Zesiger der Zentralbibliothek zur Präsentation im Schloss Oberhofen, wo sie bis im Herbst 1979 im ehemaligen Bibliotheksraum ausgestellt worden ist. Aus konservatorischen Gründen wurde sie im Einverständnis mit Frau Zesiger in den Kulturgüterschutzraum der ZB gebracht. Im April 1982 überreichte uns Emmy Zesiger einige Handschriften und Inkunabeln aus ihrem Privatbesitz. Nach ihrem Tode, im Juli 1986, ging die vollständige Sammlung von ca. 450 Titeln rechtlich in den Besitz der ZB über. Die Manuskripte wurden im März 1989 der Burgerbibliothek Bern mit der Bitte überlassen, diese anhand von Signaturen als ehemaliger Zesiger-Besitz zu kennzeichnen.
Text: Margaret Eschler