Universitätsbibliothek Bern |

Das "Buch" ist Einzelstück, Handschrift. Dennoch lässt sich in Ägypten erstmals ein Ansatz zu verlegerischer Tätigkeit nachweisen: Von Verlagstätigkeit kann man von dem Zeitpunkt an sprechen, "an dem das Buch aus seiner einmaligen Erscheinung als Einzelstück heraustrat und durch Vervielfältigung - sei es anfangs durch mehrfaches Abschreiben, sei es später durch einen mechanischen Prozess - zur Auflage mehrerer gleichartiger inhaltsgleicher Exemplare anwuchs". Diese Idee lässt sich erstmals bei den ägyptischen Totenpriestern um 1800 v. Chr. nachweisen:
Sie schrieben die Totenbücher, die man Verstorbenen mit ins Grab gab, auf Vorrat ab und verkauften sie an Hinterbliebene.
Bibliothekare
Unbestritten sind die Schreiber, deren Titel man auf Grabmälern immer wieder findet, z.B. "Schreiber des Hauses der Bücher" (Binsenhalter an Schnur und Palette für schwarze und rote Farbe, in der Mitte Farbbeutel, Haus).