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Wir sind in der bisherigen Bibliotheksgeschichte schon einigen Fällen begegnet, die ins obige Schema passen, so z.B. dem Abtransport von griechischen Bibliotheken als Kriegsbeute durch die Römer oder der Unterdrückung von christlicher Literatur während der Christenverfolgungen im Römischen Reich oder dem schleichenden Ausscheidungsprozess von "heidnischer" Literatur nach dem Übergang des Christentums zum Staatskirchentum.
Es ist nun keineswegs so, dass diese Fälle im Verlaufe der Geschichte abgenommen hätten, im Gegenteil: Die Neuzeit kennt bis ins 20. Jh. Unterdrückungsmassnahmen dieser Art, wohl weil die Lesefähigkeit zugenommen hat und damit die Macht des gedruckten Wortes gestiegen ist.