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Universitätsbibliothek Bern

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Auch aus heutiger Sicht stellen die Hofbibliotheken des 17. und 18. Jhs bedeutende Sammlungen dar, die in vielen Fällen zum wertvollen Nukleus von Landes- und Universitätsbibliotheken geworden sind. Sie waren zuerst "Selbstzweck" in dem Sinne, dass sie der persönlichen Liebhaberei oder dem Repräsentationsbedürfnis von Herrschern entsprungen sind.

Vor allem in der Zeit der Aufklärung lässt sich ein Trend zur Öffnung der Sammlungen für Verwaltung und gelehrte Öffentlichkeit feststellen; der Grad der Öffnung ist aber unterschiedlich, und die Bibliotheken selber werden nicht eigentlich zu Instrumenten für die Ausbreitung der Gedanken der Aufklärung.

Analog zum Interesse des Fürsten an seiner Sammlung, bzw. den Mitteln, die er (und seine Nachfolger) einzusetzen bereit ist, bleibt die Bibliothek zu diesem Zeitpunkt auch noch stark abhängig von ihren Leitern. Von ihrem grösseren oder minderen Engagement kann es abhängen, ob eine Bibliothek eine wirkliche Ausstrahlung erhält.

Als Nebenaspekt haben wir gesehen, dass Bibliotheken - und unter ihnen v.a. die mittleren und kleineren - bis ins 19. Jh. immer auch den Charakter von Museen der verschiedensten Ausrichtungen sowie von Kuriositätenkabinetten haben.

Und schliesslich haben wir festgestellt, dass Fürstenbibliotheken nicht unbedingt nötig sind, wenn es um eine gute Bibliotheksversorgung der Bevölkerung ging. - Ja, dass sie den Universitäten (wie auf anderer Ebene auch den Akademien) wichtige Kräfte entzogen haben. (Wir werden in der nächsten Stunde sehen, wieviel schlechter diese personell wie auch finanziell gestellt waren.)

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