Universitätsbibliothek Bern |

Wir setzen in der Zeit nach dem Dreissigjährigen Krieg ein, der für das deutsche Bibliothekswesen unschätzbare Verluste gebracht hatte.
Wir gehen aus von einer Verschiebung der politischen Macht, der wirtschaftlichen Bedeutung und des kulturellen Schwergewichts weg von den Reichsstädten zu den Zentren der kleinen und grossen Feudalstaaten. Und entsprechend der Finanzkraft dieser kleinen und grösseren Höfe entwickeln sich deren Bibliotheken zu den bedeutendsten Sammlungen des 17. und 18. Jhs. Die Universitätsbibliotheken spielten, aufs Ganze gesehen, nur eine zweitrangige Rolle.
Das Vorbild der französischen Hofhaltung, die eine bibliophile Sammeltätigkeit kannte, wirkte für viele deutsche Fürstentümer beispielhaft. (Schmitz 83)