Fragestellung und Einleitung
- Bis zur Gegenwart ist das universitäre Bibliothekswesen
geprägt von einem Ringen zwischen einem zentralistischen
System und einer dezentralen Struktur. Welches sind die historischen
Wurzeln dieser unterschiedlichen Konzeptionen (in der Fachsprache
"einschichtige" bzw. "zweischichtige" Bibliothekssysteme
genannt)?
- Wissenschaftliche Bibliotheken standen immer in einem Spannungsfeld
zwischen exklusiver Benutzung durch die Dozenten und einer befriedigenden
Massenversorgung der Studierenden. Wie ist man im Verlaufe der
rund 800 Jahre universitärer Bibliotheksgeschichte mit diesem
Problem fertig geworden?
- Welchen Stellenwert im Vergleich zu anderen Bibliothekstypen
(namentlich Fürsten-, National-, Stadtbibliotheken) hatten
die Universitätsbibliotheken?
- Ohne die Vorlesungsstunde über die schweizerische Bibliotheksgeschichte
vorwegzunehmen, werfen wir hie und da einen vergleichenden Blick
auf die Situation in der Schweiz und besonders in Bern.
Im Zentrum dieser Darstellung steht das deutschsprachige Europa.
Gelegentlich werfen wir einen Blick auf die Verhältnisse
in Frankreich. Auf die besonderen Verhältnisse in der angelsächsischen
Welt gehe ich während eines Exkurses über die Verhältnisse
in den USA je im 19. und 20. Jh. ein.
Universität Bern |
Universitätsbibliothek |
Münstergasse 61/63 |
CH-3000 Bern 8 |
Tel +41 (0)31 631 92 11
| Fax +41 (0)31 631 92 99