GND-Service

Die Gemeinsame Normdatei (GND) ist ein kontrolliertes, regelbasiertes Vokabular für die Metadatenerfassung und Vernetzung von Informationsressourcen aller Art. 

Metadaten, die im Rahmen von Editions- und Forschungsprojekten erzeugt werden, können nach Bedarf gemäss Wertestandards erfasst werden. Für Entitäten der deskriptiven Metadatenerfassung bei Informationsressourcen ist die GND als ein solcher Wertestandard zu empfehlen. Ihre Autoritätsdaten weisen eine hohe Qualität auf und sind bestens vernetzt. Über einen GND-Identifier können die Entitäten der eigenen Metadaten damit verknüpft werden und von diesem Netzwerk profitieren. 

Die GND stellt für folgende Entitätstypen der deskriptiven Metadatenerfassung Autoritätsdaten bereit: 

  • Personen 

  • Körperschaften 

  • Veranstaltungen 

  • Geografika 

  • Werke 

  • Sachbegriffe 

Jede Entität innerhalb dieser Typen erhält nach bestimmten Regeln einen eigenen Autoritätsdaten-Satz mit identifizierenden Merkmalen und einem GND-Identifier. Über diese eindeutige Nummer wird dann die Entität auf der Plattform oder in der Datenbank des Editions- oder Forschungsprojekt verknüpft.  

GND-Autoritätsdaten können sowohl für die formale Erschliessung (z.B. für Autoren- und Werkangaben oder ein Verzeichnis der Publikationsorte) als auch für die inhaltliche Erschliessung (z.B. für die Beschreibung von Bildern oder einen Sachindex) herangezogen werden.   

Der erste Sinn und Zweck der GND ist die Verknüpfung von Informationsressourcen, sowohl innerhalb eines bestimmten Bestandes oder Projekts als auch und vor allem institutions- und projektübergreifend. 

  • Intern (verlässlich und nutzbar) 
    Für grössere Forschungsprojekte mit vielen Informationsressourcen empfiehlt sich die Anwendung eines Wertestandards für die interne Organisation und Verlässlichkeit der eigenen Metadaten und damit auch für die angestrebte Durchsuchbarkeit und Nutzbarkeit. Statt dafür aufwendig eigene Autoritätsdaten zu erstellen, kann die schon vorhandene GND genutzt werden. 

  • Extern (interoperabel und sichtbar) 
    Der grösste Vorteil der Verknüpfung mit der GND liegt jedoch in der Interoperabilität, die damit erreicht wird. Über den GND-Identifier gelangt man schnell und sicher zu den Informationsressourcen, die anderswo mit derselben Entität verknüpft sind: in Bibliotheken, Archiven, Museen, auf Plattformen, in Datenbanken, Forschungsprojekten usw. Der globale und internationale Anschluss in der Welt von Linked Open Data wird dabei durch Verlinkungen mit Wikidata und anderssprachigen Autoritätsdaten gewährleistet. 
    Durch diesen Anschluss wird umgekehrt die eigene Editions- oder Forschungsarbeit sichtbarer. Über die GND-Verknüpfung der Entitäten sind die eigenen, damit beschriebenen Informationsressourcen für alle auffindbar und nachnutzbar.  

Die GND ist kollaborativ, demokratisch und frei verfügbar. Eine Verknüpfung mit ihren Autoritätsdaten via GND-Identifier ist jederzeit und überall möglich. Die Arbeit in und an ihr unterliegt jedoch einem strengen Regelwerk, benötigt bestimmte Berechtigungen und erfordert die Teilnahme an den Kommunikationskanälen der GND-Community. Für die Universität Bern zuständig ist die GND-Redaktion der Universitätsbibliothek Bern. 

Für Neuerfassungen oder Änderungen in der GND gibt es je nach Bedarf zwei Möglichkeiten der Zusammenarbeit: 

  • Kleiner GND-Bedarf: Einzelne Meldungen von Forschenden können per E-Mail/Ticketsystem an die Mitarbeitenden der GND-Redaktion gemeldet werden, die dann die nötigen Arbeiten in der GND durchführen. 

  • Grösserer GND-Bedarf: Forschende können nach einer initialen Schulung über ein Webformular selbst in der GND tätig werden. Die Mitarbeitenden der GND-Redaktion leisten Support und prüfen alle Arbeiten.  

Bitte frühzeitig, d.h. schon in der Planungsphase von Editions- und Forschungsprojekten mit der GND-Redaktion Kontakt aufnehmen.   

Kontakt:  
GND-Redaktion mailto:gnd.ub@unibe.ch 
oder via openscience@unibe.ch