Strategie 2026-2030

Zukunft bauen

Vision und Mission

Die UB Bern teilt die universitäre Vision einer Wissensgesellschaft, in der Informationen öffentlich verfügbar und verständlich aufbereitet sind. Als Wissensdienstleisterin erbringt sie hierzu innerhalb und ausserhalb der Universität einen wesentlichen Beitrag. Mit der Strategie 2026–2030 stärkt sie ihre Leistungs- und Zukunftsfähigkeit.

Ihre Mission sieht die UB in wissensbezogenen Dienstleistungen, mit denen sie sich an Studierende, Lehrende, Forschende und als Kantonsbibliothek an die Öffentlichkeit wendet. Sie versorgt ihre Nutzenden mit Medien, stellt Infrastrukturen bereit und schafft die Voraussetzungen für ein transparentes und zuverlässiges Management von Forschungsdaten. Ihre Sammlungen bewahrt und vermittelt sie als Teil des bernischen Kulturguts. Sie fördert die Daten- und Informationskompetenz und bietet attraktive Räume zum Forschen sowie zum individuellen oder gemeinsamen Lernen an. Sie erbringt ihre Dienstleistungen in hoher Qualität und setzt sich mit ihrem Engagement in der Ausbildung sowie durch die Förderung der Mitarbeitenden für die Zukunft des Bibliotheks- und Informationswesens ein. Zudem richtet sie sich an den Grundsätzen der betrieblichen und ökologischen Nachhaltigkeit aus.

Gegenwart und Zukunft

Die Strategie der UB Bern entsteht zu einer Zeit beschleunigter technologischer Entwicklung. In den vergangenen Jahrzehnten haben wissenschaftliche Bibliotheken ihre Infrastrukturen und Dienstleistungen als Folge der Digitalisierung kontinuierlich verändert. Nun stehen sie einer Zukunft gegenüber, in der künstliche Intelligenz eine wesentliche Rolle spielen wird. Einerseits ist erkennbar, dass KI die Bibliothekswelt jetzt schon transformiert. Andererseits ist es noch offen, was dies bedeutet, welche Leistungen Bibliotheken mittel- und langfristig mit welchen Methoden erbringen werden.

Dieser offenen Situation begegnet die UB mit einer klaren Haltung. Sie begreift die Ausgangslage als Chance und legt einen Fokus auf die Entwicklung der eigenen Organisation. Die Strategie 2026–2030 zielt darauf, die UB angesichts jetziger und kommender, technologischer und anderer Herausforderungen als starke Institution in einem sich wandelnden Umfeld zu positionieren. Sie folgt dem Leitgedanken, dass eine gut aufgestellte Bibliothek in der Lage sein wird, flexibel und angemessen auf Anforderungen der Zukunft zu reagieren. Mehr noch: Sie wird in der Lage sein, ihre Zukunft aktiv und initiativ zu gestalten.

Die UB ist dezentral organisiert, mit einer Vielzahl an Teilbibliotheken, aber ohne Hauptbibliothek. Wesentliche Elemente sind ihre Standorte, Strukturen, Prozesse und Kooperationen. Diese sollen von Grund auf besser aufeinander abgestimmt, übersichtlicher gestaltet und mit klarer Zukunftsausrichtung aufgestellt werden. In diesem Sinn definiert die Strategie vier Leitlinien: Standorte gesamthaft planen, Effizienz erhöhen, Kooperationen gestalten und Kompetenzen fördern. Ziel ist eine Transformation der UB, damit diese ihre Dienstleistungen auch in der Zukunft im Interesse und zur Zufriedenheit ihrer Nutzenden erbringen kann.

Standorte gesamthaft planen

Die UB schöpft das Potenzial ihrer Standorte durch eine umfassende Planung aus. Mit der Schaffung von Service-Schwerpunkten nimmt sie die Bedürfnisse der Nutzenden bestmöglich auf. Sie nutzt Synergien, vermeidet mehrspurige Prozesse und prüft Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Zusammenführung einzelner Standorte. Sie legt einen Fokus auf die Weiterentwicklung von Lern- und Begegnungsorten und richtet im Rahmen eines Pilotprojekts eine Open Library mit grosszügigen Öffnungszeiten ein.

Effizienz erhöhen

Im Rahmen der dezentralen Organisation verbessert die UB ihre Strukturen und Prozesse und erhöht so ihre Effizienz. Sie entwickelt klare Organisationsstrukturen für die Forschungsdienstleistungen und richtet für ihre physischen Bestände ein UB-übergreifendes Management ein. Für die Medienbearbeitung definiert sie ganzheitliche Prozesse und passt wo nötig Rollen und Aufgaben der Mitarbeitenden an. Sie entwickelt ein klares und einfaches Verfahren zur UB-weiten Medienfinanzierung.

Kooperationen gestalten

Die UB etabliert sich als leistungsfähige Partnerin in universitären, regionalen und nationalen Kooperationen. Zur Steuerung der Forschungsdienstleistungen baut sie eine Governancestruktur unter Einbezug universitärer Stellen auf. Sie klärt ihre Rolle und ihren Auftrag als Kantonsbibliothek und stimmt sich dazu mit verwandten Organisationen ab. In Zusammenarbeit mit der Swiss Library Service Platform AG richtet sie einen digitalen Wissensraum nach neusten technischen Standards ein. Dadurch optimiert sie den Zugang zu digitalen Infrastrukturen und Medienangeboten.

Kompetenzen fördern

Die UB setzt Impulse, um ihre Zukunftsorientierung zu stärken. Für die Universitätsangehörigen etabliert sie ein umfassendes Schulungs- und Beratungsangebot zur Informationskompetenz und legt dabei einen Fokus auf die Arbeit mit Daten und künstlicher Intelligenz. Ausserdem baut sie ein internes Netzwerk zur Förderung innovativer Projekte auf. Nicht zuletzt unterstützt sie gezielt die Weiterbildung und die berufliche Entwicklung der Mitarbeitenden.